Die Zeit widmet sich gerade in einem sehr lesenswerten Artikel dem globalen Scheitern der andauernden Drogenprohibition. Zu Beginn heißt es:
Der »Krieg gegen die Drogen« ist eine gescheiterte Strategie, die weit mehr Schaden als Nutzen gebracht hat. Ungefähr 14000 Menschen sind seit 2006 in den Drogenkriegen von Mexiko ums Leben gekommen, mehr als 1000 von ihnen starben allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres. Doch auch abseits der überfüllten Leichenhallen der mexikanischen Grenzstädte sind unzählige verstümmelte, traumatisierte oder vertriebene Menschen zu beklagen. In Städten von Liverpool bis Moskau, von Tokyo bis Detroit hat ein Regime von Verboten und Strafen ganze Straßenzüge in Schlachtfelder verwandelt – und doch bleibt der Drogenkonsum in unsere Lebensweise eingebettet. Der Kreuzzug gegen die Drogen wird als eine der größten Torheiten der Neuzeit in die Geschichte eingehen.
Hier gehts weiter.
Update: Bei Telepolis lese ich gerade, dass die USA die Legalität des medizinischen Gebrauchs von Cannabis ab sofort im Bundesrecht verankern. Das ist zwar nur ein winziger Schritt auf dem langen Weg des Umdenkens, aber sicherlich schonmal ein Anfang. Herkunft und Vertrieb der Pflanze bewegen sich freilich trotzdem noch in einer Grauzone, was aber faktisch bedeutet, dass man nun gezwungen ist weiter darüber nachzudenken und neue Schritte zu unternehmen. Das ist im Vergleich zu unserer deutschen Politik schon ziemlich viel, denn bei uns wird das Thema Drogen ja bekanntermaßen einfach totgeschwiegen und politisch erst gar nicht ausführlich behandelt.
geschrieben von Basti am 20. Oktober 2009 |
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geschrieben von Basti am 28. August 2009 |
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… wahrscheinlich eher Runde 11 oder so, aber diese Nachricht belegt mal wieder die besondere Dreistigkeit einer sterbenden Industrie im Dauerfeldzug gegen ihre eigenen Kunden:
Neuerdings mahnen die Winkeladvokaten der MAFIAAs sogar solche Kunden ab, die legal erworbene, gebrauchte CDs, Bilder, etc. im Internet verkaufen möchten. Telepolis schreibt:
Bei den genauen Gründen, warum etwas in der Vergangenheit legal erworbene nun nicht mehr verkauft werden darf, werden die Kanzleien selten spezifisch. Teilweise sollen urheberrechtliche Frist- und Vorschriftsänderungen dafür verantwortlich sein, teilweise eine mangelnde “urheberrechtliche Erschöpfung” für außerhalb der EU hergestellte “Werkstücke”. Häufig handelt es sich auch um Aufnahmen, über die sich Rechteinhaber streiten.
Langsam muss man sich eigentlich gar nicht mehr fragen, ob die es nur noch nicht verstanden haben. Nach etlichen Jahren konsumentenfeindlicher Possen darf man denen meiner Meinung nach mittlerweile bewusst böse Absichten unterstellen. Die wissen, dass man sie bald nicht mehr braucht, und versuchen einfach, solange wie es noch geht, den letzten Cent aus jedem rauszupressen, wo mit ihrem Rechtekatalog noch was zu holen ist. Ein widerwärtiges Geschäft.
geschrieben von Basti am 27. August 2009 |
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Aufgrund der sich häufenden Beschwerden über Lärmbelästigung im Rosenheimer Innendorf… Äh… in der Rosenheimer Innenstadt, wurde nun die Sperrzeit kurzerhand auf 4:00 zurückverschoben. Dadurch werden die Leute zweifelsohne leiser beim nach Hause gehen sein, keinen Alkohol mehr trinken und sich auch sonst deutlich gesitteter verhalten, da ja zwischen 4:00 und 5:00 bekanntermaßen die Elfenstunde stattfindet, und sich dann freundliche und einfühlsame Elfen um die feierwütigen Jugendlichen auf dem Heimweg kümmern.
Wir finden: ein toller Plan, der Rosenheim wieder gutes Stück attraktiver gemacht hat.
Schön auch, dass ein Anwohner die Stadt endlich mal auf den exorbitanten Opiatkonsum von Jugendlichen aufmerksam gemacht hat:
Interessant wurde es nach der Sitzung vor der Tür. Da schilderte ein leidgeprüfter Anlieger der Samerstraße Vertretern von Ordnungsamt und Polizei drastisch, wie es ihm geht, wie er Spritzen und Opiate im Hof findet, sich Gruppen vor einem Lokal laut unterhalten, Müll herumwerfen und sich in einem Internetcafé in der Innenstadt zu später Stunde billig mit Schnaps eindecken.
So soll in Zukunft auch der Verkauf von Heroin an den Theken der Rosenheimer Gaststätten und Clubs untersagt werden. Natürlich schade für die Leute, die mit dem lustigen Muntermacher umgehen konnten, aber trotzdem irgendwie verständlich. Auch das Internetcafe mit den fast schon städtisch anmutenden Öffnungszeiten und der crazy Designerdroge “Schnaps” im Sortiment sollte unbedingt verboten werden, damit die Leute nach dem Feiern wieder lärmend und kotzend durch die ganze Stadt bis zur 24-Stunden Aral laufen und so schon mal einen gewissen Teil ihres Alkoholpegels abbauen können. Bravo!
Den ganzen Artikel gibt’s übrigens hier.
geschrieben von phlegel am 25. Juni 2009 |
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Obwohl in Rosenheim das Wahlplakat der Piratenpartei gleich mal halbiert wurde, während uns die altbekannten Polit-Gesichter von Rechts und Links weiterhin freundlich angrinsen durften, hat die junge Partei trotzdem definitiv einen Erfolg zu verbuchen. Das Minimalziel wurde mit mehr 0,9% mehr als erreicht - das sind immerhin 229.117 Pädokrim… Äh… Bürger der Bundesrepublik Deutschland. Spitzenkandidat Andreas Popp meinte hierzu: “Wir traten zum ersten Mal zu einer Europawahl an. Und obwohl wir bei vielen Wählern noch kaum bekannt waren, haben wir ein solches Ergebnis erzielt. Das zeigt uns, dass sich viele Bürger mit unseren Zielen identifizieren.”
Von Schweden aus segeln die Piraten dieses Jahr sogar direkt in’s Europaparlament: mit 7,1 % und dem 54-jährigen Christian Engström wurde die 5% Hürde geknackt.
Momentan sammelt die Piratenpartei übrigens Unterstützungsunterschriften um zur Bundestagswahl antreten zu können.
geschrieben von phlegel am 8. Juni 2009 |
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Wahrscheinlich haben die meisten von euch eh schon von der Online-Petition gegen Internetzensur gehört bzw. schon mitgezeichnet. Über 44.000 Bürger der BRD haben zum jetzigen Zeitpunkt bereits virtuell unterschrieben. Trotzdem würden wir euch bitten nochmal alles und jeden zu mobilisieren in Form einer Mitzeichnung gegen den ersten Schritt einer Kontrolle des Netzes und den Missbrauch von Kindern für politische Zwecke durch die Regierungsparteien zu demonstrieren.
Hierbei geht es nicht um eine Verharmlosung von Kinderpornographie oder die Forderung, Seiten, auf denen Kinderpornographie dargestellt wird, zu dulden. Im Gegenteil: das Kinder nicht dadurch geschützt werden, in dem man einen leicht umgehbaren Schleier vor die Bilder hängt die einen Missbrauch dokumentieren, anstatt gegen die Betreiber der Seiten und die Server, auf denen die Seiten liegen, vorzugehen, sollten inzwischen auch Menschen mit einem eher reduzierteren Denkapparat verstanden haben ;-)
Christian Bahls, selber Missbrauchsopfer und Gründer der Organisation Mogis (Missbrauchsopfer gegen Internetsperren), zeigt das nochmal klar und verständlich in seinem Interview für den Tagesspiegel auf.
Update: die erste Etappe von 50.000 Mitzeichnern wurde erreicht! Christian Bahls hat jedoch bereits die Idee für ein nächstes Ziel geliefert: 128.194 Mitzeichner. Wieso gerade diese Zahl, erfahrt ihr im Mogis Blog.
geschrieben von phlegel am 7. Mai 2009 |
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Die Idee ist steinalt und doch die modernste Lösung für unsere Probleme auf dem sogenannten Arbeitsmarkt, der eigentlich keiner mehr ist, weil das Gleichgewicht zwischen Anbieter und Nachfrager nicht mehr existiert. Das bedingungslose Grundeinkommen würde helfen, das aktuelle System von Abhängigkeit und einseitigem Nutzen in eines der Gegenseitigkeit und des gesamtgesellschaftlichen Nutzens zu transformieren.
Informationen dazu gibt es en masse. Hier einige weiterführende Links:
Und nun das Wichtigste:
Beim Bundestag liegt online und NUR NOCH HEUTE eine Petition dafür zum Mitzeichnen vor. Es fehlen noch ca. 750 Zeichner für die Schallmauer von 50.000. Ab dann muss die Petition in einer Sitzung des Bundestages angehört werden. Die Server lahmen bei großem Ansturm leider etwas, aber bis heute nacht sollte die Mitzeichung zu schaffen sein:
E-Petition für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommen bei gleichzeitiger Abschaffung aller Transferleistungen und Umlagerung der Steuern und Abgaben in eine hohe Konsumsteuer
Also los: gleich mitzeichnen, wenn du die Idee für sinnvoll hältst!
Danke für die Aufmerksamkeit. Rock on.
Update: Die Grenze von 50.000 Mitzeichnungen ist um ein paartausend Stimmen überschritten. Es gilt natürlich im Hinterkopf zu behalten, dass es dabei nicht nur speziell um diese Petition geht, sondern eher darum, das Thema in die öffentliche Debatte zu hieven, und Medien und Politiker dazu zu bringen, sich mit der dringend notwendigen, kompletten Umgestaltung des aktuellen Systems zu befassen.
geschrieben von Basti am 17. Februar 2009 |
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Laut der Münchner Abendzeitung hat die Münchner Polizei am Sonntag einen genialen Coup gelandet. Die Razzia im Afterhour Club Palais hatte angeblich voll ins Schwarze getroffen. Hunderte Gramm Heroin, Kokain und Crack wurden gefunden, über 20 Dealer festgenommen und der Rest des Publikums nachhaltig geläutert. Naja, so würde man sich “voll ins Schwarze” zumindest vorstellen.
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geschrieben von phlegel am 27. Januar 2009 |
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