Der “War on Drugs” ist gescheitert. Gebt die Drogen frei!
Die Zeit widmet sich gerade in einem sehr lesenswerten Artikel dem globalen Scheitern der andauernden Drogenprohibition. Zu Beginn heißt es:
Der »Krieg gegen die Drogen« ist eine gescheiterte Strategie, die weit mehr Schaden als Nutzen gebracht hat. Ungefähr 14000 Menschen sind seit 2006 in den Drogenkriegen von Mexiko ums Leben gekommen, mehr als 1000 von ihnen starben allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres. Doch auch abseits der überfüllten Leichenhallen der mexikanischen Grenzstädte sind unzählige verstümmelte, traumatisierte oder vertriebene Menschen zu beklagen. In Städten von Liverpool bis Moskau, von Tokyo bis Detroit hat ein Regime von Verboten und Strafen ganze Straßenzüge in Schlachtfelder verwandelt – und doch bleibt der Drogenkonsum in unsere Lebensweise eingebettet. Der Kreuzzug gegen die Drogen wird als eine der größten Torheiten der Neuzeit in die Geschichte eingehen.
Update: Bei Telepolis lese ich gerade, dass die USA die Legalität des medizinischen Gebrauchs von Cannabis ab sofort im Bundesrecht verankern. Das ist zwar nur ein winziger Schritt auf dem langen Weg des Umdenkens, aber sicherlich schonmal ein Anfang. Herkunft und Vertrieb der Pflanze bewegen sich freilich trotzdem noch in einer Grauzone, was aber faktisch bedeutet, dass man nun gezwungen ist weiter darüber nachzudenken und neue Schritte zu unternehmen. Das ist im Vergleich zu unserer deutschen Politik schon ziemlich viel, denn bei uns wird das Thema Drogen ja bekanntermaßen einfach totgeschwiegen und politisch erst gar nicht ausführlich behandelt.

Passt zum Thema
Also der Artikel von Günther ist wirklich hart. Da sieht man wie einfach alles repressiv zu Boden gedrückt wird.
Find’s aber gut, dass sich das Blatt jetzt schön langsam anscheinend wendet.
ich verlange freien eintritt zur bad taste party, weil ihr für das poster meinen scheiss avatar verwendet habt!
Das musst du dann schon hier fordern:
http://rotown.de/lounge/viewtopic.php?f=5&t=4156