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Cue It Up - Clubnachwuchs in Rosenheim

Auch wenn sich in den letzten Jahren doch einiges in eine positive Richtung verändert hat, so ist Rosenheim in Sachen Weggehmöglichkeiten immer noch suboptimal. Zumindest für Unsereiner. Da freut einen natürlich jeder Lichtblick in Form von Location-Nachwuchs im Underground/Alternativ-Sektor.

Während sich das Kiss im Aicherpark als Kommerzdisco der übelsten Sorte entpuppt hat, machte mich das Programm des gleich um die Ecke liegenden Cue Clubs doch wieder etwas neugieriger auf das Rosenheimer Outback.

Der am 14. November in der Georg Aicher Str. 4 eröffnende Laden, hat neben HipHop, Funk, Dancehall, Elektro und (Minimal-)Techno auch “Electro-Akustic Drum&Bass” von Epilepict Rootz, denen ich vor Jahren schon mal begeistert in München lauschen konnte, sowie Credomat, die ebenfalls einen Live-Act aus analogen und organischen Instrumenten auf die Bühne zaubern. Weiterhin tauchen Begriffe wie “Dubstep” auf, die erahnen lassen, dass sich die Betreiber bei der Programmwahl auf jeden Fall mit der weltweiten Clubszene 2008 und deren Hypes beschäftigt haben.

Aber durch meine eigene Erfahrung bin ich trotzdem skeptisch: Wenn das Ganze aber nur in einem gammligen Loch stattfindet, das sich noch dazu am Arsch der Welt befindet, gebe ich dem Club höchstens 6 Monate.

Also, ab in den Aicherpark und das Ganze mal mit eigenen Augen begutachten wobei ich dann zu meiner freude sehr positiv überrascht wurde. Die Räumlichkeiten des Cue Clubs befinden sich im 2. Stock in einem Haus direkt neben den Mediamarkt-Eingängen. Aicherpark-typisch natürlich keine Anwohner weit und breit, was natürlich erstmal auf ausgedehnte Sessions ohne Besuch von grünen Männchen hoffen lässt. Durch einen kleinen Vorraum geht’s dann direkt in den großen Main-Floor des Cue Clubs, der angenehm groß ist. Zahlreiche abgetrennte Sitzmöglichkeiten, eine geräumige Tanzfläche, eine lange Bar, ein cooles DJ-Booth sowie insgesamt eine stylishe Aufmachung lassen rein otpisch erst mal nicht auf einen Underground-Club schließen. Gestrichen war zwar noch nicht, aber so lange da keine Pinke Wandfarbe im Spiel sein wird, kann da eigentlich nicht viel schief gehen ;-)

Der zweite Floor ist auch relativ geräumig und soll wohl Anfangs erst mal nur als Backstage-Raum genutzt werden. Meiner Meinung nach lohnt sich ein zweiter Floor dort auch nur bei großen Veranstaltungen, von daher halte ich das für sehr sinnvoll. PA-technisch war ich noch nicht so begeistert, aber da wird wohl noch getuned - außerdem muss man da zur Verteidigung der Jungs sagen, dass ich da inzwischen durch das Funktion One Soundsystem im Londoner ”The End”  sehr anspruchsvoll geworden bin.

Programmtechnisch sind die Macher des Cue’s übrigens offen für alles, was nicht im Strom schwimmt und Spaß macht. Veranstalter mit Idealismus können also ruhig mal durchklingeln bzw. eine Mail schreiben.

Fazit: Der erste Eindruck war durchweg positiv! Es wird zwar noch gebastelt und gebaut, aber man kann sich den Laden schon gut in seiner Endfassung vorstellen. Meiner Meinung nach fehlt Rosenheim ein guter Underground-Club ohne Schmuddelimage und mit 2 Areas, um auch mal größere Events realisieren zu können. Wer sich nach der Eröffnung selber mal ein Bild machen möchte, dem sei übrigens der 5. Dezember und der dann stattfindene “5 Years rotown.de” Birthday Bash an’s Herz gelegt, wo man einen grandiosen Querschnitt durch die Rosenheimer Subkultur und Musik-Szene in partygerechtem Format präsentiert bekommt.

PS:Für Lounge Mitglieder gibt’s übrigens eine Ermäßigung ;-)

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