Young Dil flieht nach Berlin - $tocket am Ende?
Graue Wolken hängen über der Inn-Metropole mit dem romantischen Namen. Mit Romantik hat das harte Stadtleben in den Problemvierteln von Rosenheim allerdings schon lange nichts mehr zu tun. Rivalisierende Gangs, die mit aller Gewalt und ohne Rücksicht auf Verluste einen blutigen Krieg auf den Straßen führen dominieren den Alltag in den Suburbs. Im Mittelpunkt der Außeinandersetzungen steht fast immer ein harmlos anmutendes Wort - “Flötz”. Die aufputschende und enthemmende Designer-Droge hält einen Großteil der Slum-Bewohner fest in ihren Klauen und zählt deswegen zum Kerngeschäft der $tocket Gang. Die Herstellung der Droge ist vergleichsweise simpel und alle Zutaten können jederzeit und legal beschafft werden.
Der Kopf der Vereinigung nennt sich “Young Dil” und gilt als prolliger Brutalo mit einer Vorliebe für Sojamilch und asiatische Knaben. Die Gang hatte bis dato ihre Deals, Infos und Hinweise auf Spitzel über ein ausgeklügeltes System aus kodierten Nachrichten in Internetforen und Strichcodes, die von Brieftauben in den Bungalows des $tocket Nachrichtendienstes, den sogenannten “$tocket Houses”, gemorst wurden organisiert. Doch in jedem noch so ausgeklügelten System passieren Fehler. Ein Mitglied des Rosenheimer Modellbauvereins “Woodhood e.V.” schrieb im Vollrausch mehrere sinnfreie Beiträge in den Subforen einer Underground-Seite, welche $tocket für die verschlüsselte Nachrichtenübermittlung nutzte und die flötzsüchtigen Administratoren dafür mit Drogen versorgte, und erschütterte dabei rein zufällig die ausgeklügelte Infrastruktur der skrupellosen Verbrecher auf heftige Art und Weise: durch seine eher debil anmutende “kleine Rätselecke (Preis!)” gelangten umkodierte Binärdaten in die Glasfaserleitungen der $tocket Houses und somit auch an die morsenden Brieftauben.
Die verfälschten Binärcodes führten zu mehreren geplatzen Deals, schweren Unruhen in den Slums und letztendlich zu einer Flucht des vegan lebenden Bandenführers “Young Dil” nach Berlin. Das Paradoxe dabei ist, dass der flüchtige Schwerverbrecher, dessen bürgerlicher Name Horst Van Naalensund lautet, in der Vergangenheit die Hauptstadt desöfteren als “dreckiges Hippie-Loch in dem es nur Rattenfleisch zu essen gibt” betitelte und nun selber dort Zuflucht gesucht haben soll. In Insider-Kreisen wird allerdings spekuliert, dass er einen Neubeginn in der Flötz-Szene plant und deswegen den bis heute Flötz-freien Berliner Drogenmarkt als neue Basis für seine Machenschaften anvisiert hat. Andere mutmaßen, dass er wieder bei seiner Mutter wohnt und das Ganze nur zur Verwirrung der Ermittler als Gerücht kursiert. Wieder Andere behaupten, der Dude sei an allem Schuld. Und verdammt nochmal: ER IST ES AUCH!!!!

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……….rosencrime ‘08