Das rotown.de Team wünscht allen Underdogs, Wohlstandsgangstern und Style-Nerds, sowie allen die sich ungern in eine dieser Schubladen einordnen lassen wollen, aber trotzdem hin und wieder hier mitlesen oder ab und zu sogar mal was posten, ein wunderbares, erfolgreiches und glücklichmachendes neues Jahr inkl. passender Silvester-Sause.
2010 klingt nach Science Fiction, Revolution und geilen Partys. Also: es gibt viel zu tun - packen wir’s an!
geschrieben von phlegel am 30. Dezember 2009 |
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Die Zeit widmet sich gerade in einem sehr lesenswerten Artikel dem globalen Scheitern der andauernden Drogenprohibition. Zu Beginn heißt es:
Der »Krieg gegen die Drogen« ist eine gescheiterte Strategie, die weit mehr Schaden als Nutzen gebracht hat. Ungefähr 14000 Menschen sind seit 2006 in den Drogenkriegen von Mexiko ums Leben gekommen, mehr als 1000 von ihnen starben allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres. Doch auch abseits der überfüllten Leichenhallen der mexikanischen Grenzstädte sind unzählige verstümmelte, traumatisierte oder vertriebene Menschen zu beklagen. In Städten von Liverpool bis Moskau, von Tokyo bis Detroit hat ein Regime von Verboten und Strafen ganze Straßenzüge in Schlachtfelder verwandelt – und doch bleibt der Drogenkonsum in unsere Lebensweise eingebettet. Der Kreuzzug gegen die Drogen wird als eine der größten Torheiten der Neuzeit in die Geschichte eingehen.
Hier gehts weiter.
Update: Bei Telepolis lese ich gerade, dass die USA die Legalität des medizinischen Gebrauchs von Cannabis ab sofort im Bundesrecht verankern. Das ist zwar nur ein winziger Schritt auf dem langen Weg des Umdenkens, aber sicherlich schonmal ein Anfang. Herkunft und Vertrieb der Pflanze bewegen sich freilich trotzdem noch in einer Grauzone, was aber faktisch bedeutet, dass man nun gezwungen ist weiter darüber nachzudenken und neue Schritte zu unternehmen. Das ist im Vergleich zu unserer deutschen Politik schon ziemlich viel, denn bei uns wird das Thema Drogen ja bekanntermaßen einfach totgeschwiegen und politisch erst gar nicht ausführlich behandelt.
geschrieben von Basti am 20. Oktober 2009 |
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Mal wieder was Neues aus der nicht enden wollenden Serie “Unterhaltungsindustrie vs. eigene Kunden”. Dieses Mal wieder feat. Musikindustrie, Blogger und Abmahnungen:
Im Auftrag von Sony, Warner & Universal reitet derzeit eine Anwaltskanzlei auf einer Abmahnwelle und mahnt Bloggger mit Links zu einem Splash-Mixtape von DJ Ron & Dj Shusta (Phlatline Entertainment) mit Songs von Künstlern wie Curse, Atmosphere, Eminem, Mef&Red ab. Höhe der Abmahnung 778 Euro. Zudem soll angeblich ein Vertrag unterschreiben werden, der die Autoren verpflichtet, bei weiterer Verlinkung jeglicher urheberrechtlich geschützter Musik eine Strafe von 5000 Euro zu zahlen.
Die Leute machen also in ihren Blogs Promo für den Sound, und als Dank müssen sie nun Strafe zahlen. Macht Sinn, oder?
geschrieben von Basti am 26. September 2009 |
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geschrieben von Basti am 28. August 2009 |
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… wahrscheinlich eher Runde 11 oder so, aber diese Nachricht belegt mal wieder die besondere Dreistigkeit einer sterbenden Industrie im Dauerfeldzug gegen ihre eigenen Kunden:
Neuerdings mahnen die Winkeladvokaten der MAFIAAs sogar solche Kunden ab, die legal erworbene, gebrauchte CDs, Bilder, etc. im Internet verkaufen möchten. Telepolis schreibt:
Bei den genauen Gründen, warum etwas in der Vergangenheit legal erworbene nun nicht mehr verkauft werden darf, werden die Kanzleien selten spezifisch. Teilweise sollen urheberrechtliche Frist- und Vorschriftsänderungen dafür verantwortlich sein, teilweise eine mangelnde “urheberrechtliche Erschöpfung” für außerhalb der EU hergestellte “Werkstücke”. Häufig handelt es sich auch um Aufnahmen, über die sich Rechteinhaber streiten.
Langsam muss man sich eigentlich gar nicht mehr fragen, ob die es nur noch nicht verstanden haben. Nach etlichen Jahren konsumentenfeindlicher Possen darf man denen meiner Meinung nach mittlerweile bewusst böse Absichten unterstellen. Die wissen, dass man sie bald nicht mehr braucht, und versuchen einfach, solange wie es noch geht, den letzten Cent aus jedem rauszupressen, wo mit ihrem Rechtekatalog noch was zu holen ist. Ein widerwärtiges Geschäft.
geschrieben von Basti am 27. August 2009 |
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Ich musste mich erst mehrmals vergewissern, ob ich nicht im Wochenendkoma versehentlich ein bißchen zu lange geschlafen habe und wir schon wieder den 1. April haben. Aber nein, das scheint ernst gemeint zu sein: am Samstag, dem 10. Oktober findet auf dem Gelände der ehemaligen US-Station in Bad Aibling ein bayerischer Ableger der Loveparade statt. Das Lineup sieht zwar bis jetzt nicht wirklich beeindruckend aus (Originalzitat Rosenheimer Nachrichten: “Felix Köcher, Marusha, oder das Guru Josh Project sind genauso im Gespräch wie Tomcraft, Da Hool oder David Guetta”), aber trotzdem sollte man diesen Event angesichts der momentan eher lauen Partylandschaft wohl mal im Auge behalten.
Quelle: http://www.rosenheimer-nachrichten.de/zet_report_406_45293.html
geschrieben von phlegel am 20. Juli 2009 |
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Aufgrund der sich häufenden Beschwerden über Lärmbelästigung im Rosenheimer Innendorf… Äh… in der Rosenheimer Innenstadt, wurde nun die Sperrzeit kurzerhand auf 4:00 zurückverschoben. Dadurch werden die Leute zweifelsohne leiser beim nach Hause gehen sein, keinen Alkohol mehr trinken und sich auch sonst deutlich gesitteter verhalten, da ja zwischen 4:00 und 5:00 bekanntermaßen die Elfenstunde stattfindet, und sich dann freundliche und einfühlsame Elfen um die feierwütigen Jugendlichen auf dem Heimweg kümmern.
Wir finden: ein toller Plan, der Rosenheim wieder gutes Stück attraktiver gemacht hat.
Schön auch, dass ein Anwohner die Stadt endlich mal auf den exorbitanten Opiatkonsum von Jugendlichen aufmerksam gemacht hat:
Interessant wurde es nach der Sitzung vor der Tür. Da schilderte ein leidgeprüfter Anlieger der Samerstraße Vertretern von Ordnungsamt und Polizei drastisch, wie es ihm geht, wie er Spritzen und Opiate im Hof findet, sich Gruppen vor einem Lokal laut unterhalten, Müll herumwerfen und sich in einem Internetcafé in der Innenstadt zu später Stunde billig mit Schnaps eindecken.
So soll in Zukunft auch der Verkauf von Heroin an den Theken der Rosenheimer Gaststätten und Clubs untersagt werden. Natürlich schade für die Leute, die mit dem lustigen Muntermacher umgehen konnten, aber trotzdem irgendwie verständlich. Auch das Internetcafe mit den fast schon städtisch anmutenden Öffnungszeiten und der crazy Designerdroge “Schnaps” im Sortiment sollte unbedingt verboten werden, damit die Leute nach dem Feiern wieder lärmend und kotzend durch die ganze Stadt bis zur 24-Stunden Aral laufen und so schon mal einen gewissen Teil ihres Alkoholpegels abbauen können. Bravo!
Den ganzen Artikel gibt’s übrigens hier.
geschrieben von phlegel am 25. Juni 2009 |
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Obwohl in Rosenheim das Wahlplakat der Piratenpartei gleich mal halbiert wurde, während uns die altbekannten Polit-Gesichter von Rechts und Links weiterhin freundlich angrinsen durften, hat die junge Partei trotzdem definitiv einen Erfolg zu verbuchen. Das Minimalziel wurde mit mehr 0,9% mehr als erreicht - das sind immerhin 229.117 Pädokrim… Äh… Bürger der Bundesrepublik Deutschland. Spitzenkandidat Andreas Popp meinte hierzu: “Wir traten zum ersten Mal zu einer Europawahl an. Und obwohl wir bei vielen Wählern noch kaum bekannt waren, haben wir ein solches Ergebnis erzielt. Das zeigt uns, dass sich viele Bürger mit unseren Zielen identifizieren.”
Von Schweden aus segeln die Piraten dieses Jahr sogar direkt in’s Europaparlament: mit 7,1 % und dem 54-jährigen Christian Engström wurde die 5% Hürde geknackt.
Momentan sammelt die Piratenpartei übrigens Unterstützungsunterschriften um zur Bundestagswahl antreten zu können.
geschrieben von phlegel am 8. Juni 2009 |
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