Aus dem monatlichen Newsletter der Infogruppe Rosenheim:
Am kommenden Samstag (29.05.) findet, wie jeden letzten Samstag im Monat, in Rosenheim eine sogenannte „Critical Mass“ statt. Eine gemeinsame Fahrradtour, die eine menschen- und umweltfreundliche Gestaltung der Städte fordert. Diese startet um 11:55 Uhr am Rosenheimer Ludwigsplatz. In der Vergangenheit beteiligten sich jedes mal zwischen 60 und 100 Radfahrer_innen.
„Critical Mass“ ist eine international durchgeführte Aktionsform, bei der das Fahrrad als umweltfreundliches Verkehrsmittel im Mittelpunkt steht. Es werden gemeinsame Radtouren in der Stadt durchgeführt und so der Öffentlichkeit vor Augen geführt, dass das Fahrrad ein wichtiges und mit dem Auto gleichberechtigtes Verkehrsmittel ist. Mehr als 15 Radler_innen dürfen nach der Straßenverkehrsordnung als geschlossener Verband fahren. Das Motto ist dabei: “Wir blockieren nicht den Verkehr, wir sind der Verkehr!”
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Auf einem Flugblatt für die Critical Mass in Rosenheim wird deutlich gesagt: „(…)Verkehr beschränkt sich nicht nur auf das Auto, auch Fußgänger_innen und Radfahrer_innen sind Verkehr. Aber allzu oft werden wir an den Straßenrand gedrängt. Im Zeitalter der Klimakrise muss das Rad aber nicht neu erfunden werden. Es muss viel mehr als wichtiges Verkehrsmittel ernst genommen werden. Einmal im Monat wollen wir deshalb für uns Nichtmotorisierte einen gebührenden Platz im Straßenverkehr beanspruchen. Denn Straßen sind ein öffentlicher Raum.“
Also: ab aufs Rad und Straße blockieren, äh… legal im Verbund befahren meine ich natürlich. Und das am besten jeden letzten Samstag im Monat.
Noch ein persönlicher Hinweis von mir an die Infogruppe: Binnen-I’s und vergleichbare Geschlechtertrennungssprachverbiegungen sind sowas von out. Was da als sprachliche Gleichberechtigung gedacht ist, endet selber als diskriminierende, heteronormative Wortstammvergewaltigung, die eben da, wo man vorher gar nicht an das Thema dachte, jedes Mal explizit eine binäre Trennung der Geschlechter im Gehirn manifestiert, bzw. dass man da überhaupt zwischen Menschen unterscheiden muss. Gleichheit adé. Mal ganz abgesehen davon, dass es den Sprachfluss stört und einfach nur nervt. Also, bitte in Zukunft einfach die korrekte deutsche (ja, meistens männliche, aber das heißt nicht antiweibliche) Form verwenden, denn grammatikalisches und biologisches Geschlecht sind einfach nur zwei Paar Schuhe. Danke, liebe Mitmensch_innen!
geschrieben von Basti am 28. Mai 2010 |
2 Kommentare
Wir wussten ja schon länger, dass die bayerische Polizei in Bezug auf die Punkte Jugendkultur und Verhältnismäßigkeit nicht gerade Up-2-Date ist, aber wie man sich SO ungeschickt anstellen kann, ist uns dann doch ein Rätsel.
Am 21. Mai holte die Rosenheimer Polizei zu einem großen Schlag gegen das organisierte Verbrechen aus, indem sie mit ca. 30 Mann den Techno- & House-Club Hundertquadrat und somit die ca. alle 2-3 Monate stattfindende Veranstaltung “Bring em back” stürmte. HipHopper sind ja allgemein bekannt für ihren auffallend hohen Crack-Konsum, weswegen man sich wohl erhoffte, einige dicke Rocks mit nach Hause bzw. in die Asservatenkammer nehmen zu können. Dementsprechend sorgfältig wurden die jugendlichen Gewaltverbrecher dann auch informiert (“Wir werden Sie jetzt gründlich durchsuchen – bis zur Unterhose um genau zu sein – wenn Sie Widerstand leisten oder weglaufen, werden wir Gewalt anwenden”) und anschließend gefilzt (Popo).
Allerdings hielt sich die Ausbeute wohl in Grenzen, da man bis heute kein offizielles Statement oder eine Pressemeldung im Netz finden kann. Auch die allseits beliebten Propaganda-Medien und BILD-Verschnitte (OVB Medienhaus) haben sich bis dato dezent zurückgehalten. Schade, da die Rosenheimer Bürger so natürlich niemals erfahren werden, wie sorgfältig unsere grünen Partykanonen arbeiten. Eine seltsame Bescheidenheit, da sonst jeder auf der Straße gefundene Stein, der auch nur im entferntesten einem Brocken Haschisch ähnelt, als Sprengung eines internationalen Drogenkartells postuliert wird.
Einen Augenzeugenbericht und somit detailliertere Informationen gibt es übrigens hier.
geschrieben von RotownWatch am 27. Mai 2010 |
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Seit 2007 ist Skateistan die erste gemischte Skateboardschule Afghanistans, offen für Jungen und Mädchen. Das Projekt transportiert über das Skateboard als Vehikel wichtige Ziele: Kindern in Kabul neue Perspektiven eröffnen, Vorurteile abbauen, Gleichberechtigung fördern.
Nun gestalten die unitedskateboardartists auf Initiative des BASSart Festivals fünf Skateboard-Unikate, die durch die Galerie Richter & Masset zugunsten von Skateistan verkauft werden. Zu sehen sind die Kunstwerke während des BASSart Festivals. Danach dürfen die neuen Besitzer sie zu ihrem privaten Ausstellungsstück machen. Die Skateboard-Kunstwerke werden gegen Gebot verkauft, der Erlös geht komplett an Skateistan. Gebote können unter der Telefonnummer 089 - 089 7675 7800 abgegeben werden.
Einen kleinen Vorgeschmack auf die Skateboard-Kunstwerke bekommt Ihr hier (Designer Jon Torre).
Auch wer nicht mitbietet, sollte sich das BASSart Festival am 15. Mai 2010 auf keinen Fall entgehen lassen. So viel Subkultur auf einem Haufen und in solchen Locations bekommt man in München sonst eher selten zu sehen.
geschrieben von phlegel am 9. April 2010 |
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Das rotown.de Team wünscht allen Underdogs, Wohlstandsgangstern und Style-Nerds, sowie allen die sich ungern in eine dieser Schubladen einordnen lassen wollen, aber trotzdem hin und wieder hier mitlesen oder ab und zu sogar mal was posten, ein wunderbares, erfolgreiches und glücklichmachendes neues Jahr inkl. passender Silvester-Sause.
2010 klingt nach Science Fiction, Revolution und geilen Partys. Also: es gibt viel zu tun - packen wir’s an!
geschrieben von phlegel am 30. Dezember 2009 |
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Die Zeit widmet sich gerade in einem sehr lesenswerten Artikel dem globalen Scheitern der andauernden Drogenprohibition. Zu Beginn heißt es:
Der »Krieg gegen die Drogen« ist eine gescheiterte Strategie, die weit mehr Schaden als Nutzen gebracht hat. Ungefähr 14000 Menschen sind seit 2006 in den Drogenkriegen von Mexiko ums Leben gekommen, mehr als 1000 von ihnen starben allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres. Doch auch abseits der überfüllten Leichenhallen der mexikanischen Grenzstädte sind unzählige verstümmelte, traumatisierte oder vertriebene Menschen zu beklagen. In Städten von Liverpool bis Moskau, von Tokyo bis Detroit hat ein Regime von Verboten und Strafen ganze Straßenzüge in Schlachtfelder verwandelt – und doch bleibt der Drogenkonsum in unsere Lebensweise eingebettet. Der Kreuzzug gegen die Drogen wird als eine der größten Torheiten der Neuzeit in die Geschichte eingehen.
Hier gehts weiter.
Update: Bei Telepolis lese ich gerade, dass die USA die Legalität des medizinischen Gebrauchs von Cannabis ab sofort im Bundesrecht verankern. Das ist zwar nur ein winziger Schritt auf dem langen Weg des Umdenkens, aber sicherlich schonmal ein Anfang. Herkunft und Vertrieb der Pflanze bewegen sich freilich trotzdem noch in einer Grauzone, was aber faktisch bedeutet, dass man nun gezwungen ist weiter darüber nachzudenken und neue Schritte zu unternehmen. Das ist im Vergleich zu unserer deutschen Politik schon ziemlich viel, denn bei uns wird das Thema Drogen ja bekanntermaßen einfach totgeschwiegen und politisch erst gar nicht ausführlich behandelt.
geschrieben von Basti am 20. Oktober 2009 |
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Mal wieder was Neues aus der nicht enden wollenden Serie “Unterhaltungsindustrie vs. eigene Kunden”. Dieses Mal wieder feat. Musikindustrie, Blogger und Abmahnungen:
Im Auftrag von Sony, Warner & Universal reitet derzeit eine Anwaltskanzlei auf einer Abmahnwelle und mahnt Bloggger mit Links zu einem Splash-Mixtape von DJ Ron & Dj Shusta (Phlatline Entertainment) mit Songs von Künstlern wie Curse, Atmosphere, Eminem, Mef&Red ab. Höhe der Abmahnung 778 Euro. Zudem soll angeblich ein Vertrag unterschreiben werden, der die Autoren verpflichtet, bei weiterer Verlinkung jeglicher urheberrechtlich geschützter Musik eine Strafe von 5000 Euro zu zahlen.
Die Leute machen also in ihren Blogs Promo für den Sound, und als Dank müssen sie nun Strafe zahlen. Macht Sinn, oder?
geschrieben von Basti am 26. September 2009 |
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geschrieben von Basti am 28. August 2009 |
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… wahrscheinlich eher Runde 11 oder so, aber diese Nachricht belegt mal wieder die besondere Dreistigkeit einer sterbenden Industrie im Dauerfeldzug gegen ihre eigenen Kunden:
Neuerdings mahnen die Winkeladvokaten der MAFIAAs sogar solche Kunden ab, die legal erworbene, gebrauchte CDs, Bilder, etc. im Internet verkaufen möchten. Telepolis schreibt:
Bei den genauen Gründen, warum etwas in der Vergangenheit legal erworbene nun nicht mehr verkauft werden darf, werden die Kanzleien selten spezifisch. Teilweise sollen urheberrechtliche Frist- und Vorschriftsänderungen dafür verantwortlich sein, teilweise eine mangelnde “urheberrechtliche Erschöpfung” für außerhalb der EU hergestellte “Werkstücke”. Häufig handelt es sich auch um Aufnahmen, über die sich Rechteinhaber streiten.
Langsam muss man sich eigentlich gar nicht mehr fragen, ob die es nur noch nicht verstanden haben. Nach etlichen Jahren konsumentenfeindlicher Possen darf man denen meiner Meinung nach mittlerweile bewusst böse Absichten unterstellen. Die wissen, dass man sie bald nicht mehr braucht, und versuchen einfach, solange wie es noch geht, den letzten Cent aus jedem rauszupressen, wo mit ihrem Rechtekatalog noch was zu holen ist. Ein widerwärtiges Geschäft.
geschrieben von Basti am 27. August 2009 |
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